Als Elektroingenieur war ich 10 Jahre in der Schaltanlagenplanung und im Qualitätswesen in führender Position tätig. Nicht immer zur Freude meiner Kollegen, ist eine meiner Charaktereigenschaften, die „Pingeligkeit“, mir dabei behilflich gewesen.
Durch eine örtliche Veränderung der Firma, die zeitgleich in den persönlichen Rosenkrieg fiel, habe ich mal eben einfach „aufgehört“ und nicht beachtet, dass es inzwischen mehr Elektroingenieure in der Stadt gab, die weit unter meinem Anfangsgehalt ihr Dasein fristeten, als nach meinem Studium.
So wollte ich mich selbständig machen und bin nach einem kleinen Umweg, bei „einem Bruder eines Bekannten“ gelandet, der dann mit „seiner Mannschaft“ mal schnell den Vertrieb wechselte und „schwups“ war ich ein Strucki ….
Nur ist ein Planungsingenieur für einen „Strukturvertriebler“ das rote Tuch, schlecht hin. Ich wollte alles genau wissen, musste alles überprüfen, hinterfragen, nachrechnen und so wurde ich eben Makler = Kundenvertreter – denn was Firmenvertreter mir erzählen, wurde denen auch nur geschult, damit sie verkaufen….
Nun mag ich nicht, dass mein Name mit dem Murks unserer Finanzdienstleistung in einem Abgesang genannt wird und habe mir zur Prämisse gemacht nur das zu vermitteln, was mein Kunde haben möchte und was auch sinnvoll ist.
Versicherungen sollen vor finanziellem Schaden schützen, nicht „für mich sparen“ und mir die Beiträge wieder zurückgeben, das ist Vertreterunsinn, den wir gerne glauben, weil wir uns wünschen, die Versicherung nie zu brauchen, aber doch ein schlechtes Gefühl haben, wenn wir nicht versichert sind.
Ich bin als Immobilienmakler ein Freund der Sachwerte und von daher auch der Immobilie. Sie ist prima für die Altersvorsorge geeignet, der Sachwert passt sich den Marktverhältnissen an und der Mietertrag ersetzt die Rentenzahlung. Voraussetzung ist, die Bonität muss stimmen und dem Kunden gefallen die Idee, der Preis und die Lage. Wer anderen Sachwert vorzieht, es gibt genügend Möglichkeiten, auch für den Ratensparer.
Zum Vermakeln der selbstgenutzten Immobilie, kam ich, weil meine Kunden mich darum gebeten haben Ihr Erbgrundstück zu verkaufen. Sie wussten, dass ich mich um Ihre Belange eben „anders kümmere als Andere“ – und endlich hatte ich mal den Mut mir Empfehlungsschreiben dafür zu ziehen, sie sind unter Referenzen veröffentlicht. Inzwischen haben Google & Co die Bewertungsfunktion übernommen, aber es gibt auch immer wieder einmal Kunden, die gern eine althergebrachte Referenz abgeben.
Bei diesem Geschäft weiß ich, ich habe beiden Vertragsparteien geholfen, alle haben einen sofort greifbaren Nutzen, alle freuen sich und ich habe die von mir viel gesuchte „win-win-win-Situation“.